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9 Arten von Lehrern Typ 2

Typ 2: Der Gehörlose:

Merkmale:

Diese Art von Lehrern heißt nicht so, weil sie taub für die Stimmen der Schüler wären, sondern weil sie sich sehr schwer tun, sich Gehör zu verschaffen. Ihr Fehler liegt hauptsächlich darin, dass sie versuchen, an die Vernunft, das Gewissen und das Gute im Inneren der Schüler zu appelieren. Das bei denen, die das Sagen in der Klasse haben, oft kaum bis nicht vorhanden ist. Und alle anderen, selbst die Braveren, machen es ihnen nach. Wenn der Lehrer dann seinen Fehler bemerkt, ist es bereits zu spät: Die Schüler haben ihn schon unwiderruflich als leichte Beute abgestempelt und nutzen seine Milde gnadenlos aus. Nachträgliche Strenge hilft nicht viel.

Die Annahme, dass er besonders unter jungen, unerfahrenen Lehrern zu finden ist, stellt sich oft als falsch heraus. Sein unbelehrbarer Idealismus hält sich erstaunlich lange oder kehrt im Alter wieder zurück, jedenfalls trifft man Exemplare von ihm in jedem Stadium des Lehrerseins an. Häufig hat er eine Künstlerseele, glaubt an das Gute, ist übermäßig verständnisvoll, hilfsbereit und opfert seine Freizeit, um seinen Schützlingen die Arbeit zu erleichtern. Er vermeidet Konflikte, hat eine leise Stimme, ist eher introvertiert, oft verzweifelt und sehr ernst.

 

Unterrichtsgestaltung:

Es dauert oft lange, bis der Laustärkepegel soweit gesunken ist, dass er die Stunde beginnen kann. Doch dann geht das Chaos erst richtig los.

Fragen über Fragen werden gestellt, deren Antworten eigentlich aus den letzten 4 Stunden bekannt sein müssten. Während er sie äußerlich geduldig beantwortet oder beantworten lässt, schlafen die wenigen, die aufgepasst haben, halb ein. Immer wieder legt er den Schülern die Wichtigkeit des Stoffes ans Herz und erklärt, warum sie eigentlich zuhören sollten.Die ersten beginnen, auf ihrem Handy herumzuspielen. Er lässt sie gewähren. So kommen sie immerhin nicht auf dumme Ideen wie in den Stunden, als er sie ihnen weggenommen hat. Z.B. mit Papierschnipseln spielen und Zettelchen werfen, die er nachher alleine aufräumen muss, damit sich die Putzfrau nicht beschwert. Den Schüler, der hastig eine Hausaufgabe abschreibt, fragt er, ob sie wenigsten für die folgende Stunde ist. Damit hat er noch Verständniss. Fazit: Wenn der Lehrer vorhatte, auf der Lehrplanskala in dieser Stunde eigentlich von Punkt drei bis Punkt fünf zu kommen, so befindet sich die Klasse beim Gong schätzungsweise bei Punkt eins Komma fünf.

 

Pros and Cons:

-: Jede Stunde dieselben Fragen, man lernt extrem wenig, kollektive chronische Langeweile kommt auf, es ist anstrengend, unter dem Tisch Handy zu spielen, innerer Konflikt zwischen Mitleid, Müdigkeit und Ärger über seine Naivität entsteht

+: Immerhin interessiert ihn sein Beruf überhaupt, er benotet nett, ist besonders leicht ablenkbar, auch wenn er ständig versucht, zum Thema zurückzukehren, gerecht, hat selten Wutanfälle, die man auch als solche erkennt, wenig Vorbereitung nötig

 

Vorkommen: 

Deutsch ist sein Lieblingsfach, aber auch Religion, Musik, Kunst (er neigt offensichtlich zur Kreativität) und Englisch ziehen ihn an.

Als Untertyp findet man ihn auch manchmal in den Naturwissenschaften. (Dann zeichnet ihn oft eine relativ kleine Körpergröße und fortgeschrittenes Alter aus. Außerdem ist er weniger sensibel als sein kreativer Künstlerseelenbruder, und sich seiner verlorenen Situation oft nicht mal bewusst. Spott verfolgt ihn, wo immer er hingeht.)

Er ist unter Männern und Frauen etwa gleich weit verbreitet.

 

Und? Erinnert euch das an jemanden? Trifft die Beschreibung diesen Lehrertyp? Würde jemand was ergänzen?

Nächstes Mal erwartet euch der eher seltene, aber nervige Typ 3: Der "Schüler an der Tafel", der so viel Ahnung hat, wie Typ 2 Autorität.

20.10.14 19:34
 


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